Staatliche Förderungen für die energetische Sanierung von Wohngebäuden werden erweitert

Seit Januar 2013 wurden die Förderzuschüsse für einzelne Maßnahmen auf 10% der Investitionskosten angehoben. Das gab es zuvor noch nie. Für Ein-und Zweifamilienhäuser werden Zuschüsse vergeben auf:

  • Heizungsanlagen (Grundlage Brennwerttechnik)
  • Austausch von Fenstern und Haustüren
  • Dämmen von Kellerdecken, Dächern und Fassaden.

Alternativ kann auch eine Finanzierung beantragt werden. Die Zinssätze sind weiterhin auf einem historischen Tief (1,01% effektiver Jahreszins).
Für Häuser ab 3 Wohneinheiten gibt es momentan nur die Finanzierungsvariante, es sei denn, es besteht eine Eigentümergemeinschaft.
Grundvoraussetzung ist, dass der Bauantrag für das Gebäude vor dem 1. Januar 1995 eingereicht wurde und, dass ein Sachverständiger den nutzen der Maßnahme vorab geprüft hat. Hierzu muss der Sachverständige ein entsprechendes Formular vor Auftragserteilung unterschrieben an den jeweiligen Handwerker weitergeben.
Die Fördersumme ist jedoch begrenzt auf 50.000€ Investitionssumme pro Wohneinheit.
Für Hauseigentümer, die sich darum bemühen, dass das Gebäude einen Effizienzhausstandard erreicht, sind die Förderungen noch üppiger. Mit verschiedenen Abstufungen von Standard 115 bis 55 sind Zuschüsse bis 25 % möglich.
Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem Effizienzhausstandard eine Investitionssumme von 75.000 € pro Wohneinheit bezuschusst wird.
Alles in allem lohnen sich somit auch die turnusmäßigen Erneuerungen von Fenstern und Heizung.
Sinnvoll ist in jedem Fall eine vorherige Vor-Ort-Energieberatung nach den Vorgaben der Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).
Apropos Bafa: Hier gibt es auch weiterhin die Zuschüsse für Biomassekessel, thermische Solaranlagen und Wärmepumpen.
Welches Heizsystem für Ihr Gebäude das Richtige ist, lässt sich am besten mit einer Energieberatung ermitteln.
Ein unabhängiger und neutraler Energieberater kostet zwar Geld, berät jedoch wirklich herstellerneutral und Sie können es auch von der Bafa Zuschüsse für die Energieberatung anfordern.