So kann auch eine Sanierung bei Ihrem Haus Vorteile bringen

Kürzlich wurde ich zu einer jungen Familie gerufen, die sich ein Reihenhaus in Mainz gekauft hatte. Da sich das Gebäude noch auf dem Stand des Baujahres 1977 befand, wurde ich mit einem Energiegutachten beauftragt, um die sinnvollsten energetischen Maßnahmen zu ermitteln. Durch die großen Fensterflächen, aber auch durch das 1977 schon nicht mehr zeitgemäße Mauerwerk aus Hohlblocksteinen, schlugen 34.500 KWh Erdgasverbrauch zu Buche, die mit rund €2.300 Heizkosten jährlich die Familienkasse belastet hätten.

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Der Gaskessel stammte aus den frühen neunziger Jahren, sollte aber vorerst behalten werden. Somit schlug ich einen hydraulischen Abgleich und eine verbesserte Rohrleitungsdämmung vor. Da auch einige Heizkörper versetzt oder ausgetauscht werden sollten, konnten diese Arbeiten auch finanziell gefördert werden.

Die Fenster waren nicht nur in einem schlechten Zustand, sondern auch für rund 25% des Heizenergieverbrauchs verantwortlich. Also empfahl ich, diese mit hochwertigen 3-fachverglasten Kunststoffenstern zu ersetzen. Insbesondere der Treppenhausturm ließ außerdem viel Wärme ins Freie und machte zusammen mit der Außenwand 52% des Heizwärmeverlustes aus.

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So sprach vieles für eine Fassadendämmung, auch deshalb, da es im Kellerbereich feuchte Stellen gab. Also veranlassten wir den Aufriss des Erdreichs, setzten eine entsprechende Perimeterdämmung ein und dämmten
dabei gleich die komplette Fassade mit.

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Durch diese Maßnahmen konnte nun der Energieverbrauch um 42% auf rund 20.000 KWh im Jahr (rund €1.300 Erdgas) reduziert werden.
Interessant ist hier, was sich bei vielen älteren Häusern zeigt: Es wurden Maßnahmen umgesetzt, die sowieso notwendig gewesen wären (z.B. der Austausch der Fenster und die Abdichtung des Kellers), gleichzeitig konnten dabei Förderzuschüsse in Anspruch genommen werden. Für die Maßnahmen investierte die Familie etwa €45.000. Die KfW zahlt hierbei einen Zuschuss von 10%, also €4.500. Da sich das Gebäude in Mainz befindet, zahlt die Mainzer Stiftung für Klimaschutz-und Energieeffizienz noch einmal €2.500 Zuschuss.

Es wären noch weite Maßnahmen möglich gewesen um einen Neubaustandard zu erreichen, insbesondere eine neue Dachdämmung und der Einsatz einer neuen Heizung, eventuell mit solarer Unterstützung. Die Dachdämmung wies jedoch einen akzeptablen Dämmwert auf, sodass die Ersparnis bei einer Erneuerung mit 4% nicht sonderlich groß gewesen wäre. Doch ein neuer Gasbrennwertkessel könnte noch einmal 15–20 % ! einsparen, diese Maßnahme ist für die nächsten Jahre geplant.

Um auch auf die Wirtschaftlichkeit einzugehen: Die umgesetzten Maßnahmen haben sich nach rund 22 Jahren amortisiert. Darin sind die €7.000 Zuschuss auf das Konto der Familie noch gar nicht berücksichtigt. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass es ohnehin nötig gewesen wäre, die Fenster auszutauschen und auch die Erdreichabdichtung war unbedingt notwendig. Ganz nebenbei steigt somit nicht nur Wert des frisch renovierten Hauses, sondern auch der Wohnkomfort durch warme Oberflächen der Glasscheiben und Wände sowie den deutlich besseren Schallschutz.

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