Heizverbrauch reduzieren, einfach und günstig

Die Heizperiode hat begonnen und selbst gut gedämmte Häuser kommen nicht umher, die Heizung anzustellen. In den vielen Gebäudebegehungen finde ich immer wieder Kleinigkeiten, die recht kostengünstig und schnell ausgeführt werden können.
Beginnen wir beim Nutzerverhalten. Durch das richtige Lüften, wird nicht nur effektive die Raumluft ausgetauscht, sondern auch Heizenergie gespart. Auf eine Kipplüftung sollte gänzlich verzichtet werden. Zwei bis drei Stoßlüftungen pro Tag tauschen die Raumluft wesentlich besser aus und senken die Heizkosten. Dabei sollte es beim Lüften selbstverständlich sein die Heizkörper zu zudrehen. Werden einzelne Räume gelüftet, so sollte die Zimmertür verschlossen sein. 15 bis 20 Minuten sind dabei ausreichend. Bei Minusgraden reichen meist schon 10 Minuten, da der Luftaustausch durch die Thermik beschleunigt wird. Zur Orientierung sollten Hygrometer genutzt werden, die die Raumfeuchte messen.
Sind nach dem Lüften die Fenster geschlossen, so ist es wichtig dass Diese auch dicht schließen. Eine Wartung der Fenster und der Türen kann deshalb ebenfalls dazu beitragen die Zugluft zu reduzieren. Denn zieht es, fühlen sich die meisten Hausbewohner unwohl und erhöhen die Raumtemperatur. Sind Rolladenkasten vorhanden, so sollten diese gedämmt und abgedichtet werden.
In einem meiner vergangenen Blogs, ging ich schon einmal auf die Wichtigkeit der korrekten Heizungseinstellung ein.
Dazu gehört jedoch nicht nur die richtige Wartung, sondern das der Hausbewohner in der Lage ist die Absenkzeiten und Temperatureinstellungen selbst vorzunehmen. Lassen Sie sich deshalb die Regelungseinstellung von Ihrem Installateur genau erklären und studieren Sie die Betriebsanleitung. Denn umso niedriger die Temperaturen für den Heizstrang eingestellt sind, umso sparsamer arbeitet der Heizkessel. Selbst Temperaturen die auf dem Display der Regelung nur eine Raumtemperatur von 18 °C versprechen, können tatsächlich dafür sorgen, dass Räume trotzdem noch mit über 22°C beheizt werden können.
Eine lückenlose Rohrleitungsdämmung sollte inzwischen genauso selbstverständlich sein, wie ein hydraulischer Abgleich. Für diese Maßnahmen muss kein Heizkessel ausgetauscht werden. Auch für diese Maßnahmen gibt es Fördergelder der KfW.

Erster Ansprechpartner, gerade auch für diese kleinen Maßnahmen, sollte der Energieberater sein. Durch das konkrete Aufdecken der energetischen Schwachpunkte, können Sie gezielt die Dinge angehen und wissen was sofort notwendig ist und was eher noch Zeit hat.